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Corona-Tagebuch

Lesen und schreiben Sie mit. Die Corona-Pandemie und die entsprechenden Verhaltensregeln haben unser Leben durcheinandergeworfen. Was hat Sie bewegt, was haben Sie erlebt? Ihre Gedanken können Sie uns an kg.garssen@evlka.de schicken. Bitte geben Sie uns auch die Genehmigung, dass wir Ihren Text hier im Internet, im Schaukasten und im Gemeindebrief veröffentlichen können.

Lesen Sie hier von den Erfahrungen anderer: ….

Zeit für Gelassenheit

Es ist unbeschreiblich, was sich für uns alle verändert hat. Am Anfang konnte man sich noch fragen, ob alles notwendig ist. Aber jeden Tag gab es neue Meldungen mit neuen Regeln. Ich hatte keine Vorstellung, wo das hinführen sollte. Tag für Tag wurden für alle Familienmitglieder immer weitere Sporttrainingstermine, Musikstunden,  Auftritte, Schule, Ausflüge, Konzerte, Freizeiten abgesagt.  Am Ende war alles abgesagt und die Stimmung war im Keller. Vieles, worauf sich alle schon vorbereitet hatten und Arbeit investiert hatten, sollte ausfallen. Was übrig blieb, war ein leerer Terminkalender! Normalerweise ist er selbst während der erholsamen Sommerferien voller. Was bedeutet das? Natürlich ganz viel Zeit für anderes. Ein Besuch in der Kirche zum stillen Gebet, mehrmals die Woche joggen, Dachboden aufräumen und Gartenarbeit, die sonst nie erledigt werden würde. Ganz neue Möglichkeiten, ein Gefühl von Zufriedenheit im Alltag, der nicht mehr nur abgearbeitet werden muss und wenig Raum für Nachdenken und zur Ruhe kommen gab. Plötzlich ist alles anders, nicht mehr die Sorge um die Kinder, nein, die Sorge gilt nun den eigenen Eltern. Keiner weiß, wie lange dieser Zustand andauern wird. Sonst ist immer alles genau festgelegt, Plötzlich entsteht Raum, auch für gemeinsame Aktionen mit der Familie, gemeinsam spazieren gehen, Filme anschauen, Gesellschaftsspiele spielen und jeden Abend ein gemeinsames Essen. Mein Alltag hat sich verändert, auch im Büro, alle sind gelassener, gehen rücksichtsvoller und anders miteinander um. Wir sprechen über unsere Ängste und Gefühle. Es hat sich etwas getan. Möchte ich nach der Krise etwas mitnehmen von der Ruhe, Gelassenheit und Gemeinsamkeit oder ist es nur eine Pause- wie in den Ferien? Was passiert mit uns, wenn wir noch länger so leben müssen? Können wir das aushalten? Die vielen Einschränkungen, die wenigen Kontakte, die Ängste? Können wir trotzdem noch etwas mitnehmen? Wollen wir das dann noch oder sind am Ende doch alle genervt. Ich glaube, wir werden uns verändern und ich wünsche mir, etwas von der Gelassenheit und Ruhe dieses Alltags mitnehmen zu können in die Zeit danach. Vielleicht schaffen wir es ja auch rücksichtsvoller und gelassener
Andrea Martens

Gemeinschaft statt Urlaub

In der ersten Zeit haben eher Sorglosigkeit und Unwissenheit unsere Gedanken in diesem Zusammenhang geprägt. 
Als dann die Schulen schlossen, hat man spätestens auch hier gemerkt, dass das alles sehr ernst zu nehmen ist. Erschreckende Meldungen aus aller Welt über Infektions- und Mortalitätsraten. Da erscheinen so profane Dinge, wie der eigene geplatzte Dänemarkurlaub doch extrem nichtig und klein. Und deswegen haben wir uns auch nicht wirklich darüber geärgert, dass wir auf die Reise verzichten mussten – es ist nachvollziehbar und wichtig gewesen, die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Und was ist schon ein Urlaub, der nicht stattfindet? Im Nachhinein ist es doch auch nicht mehr als eine schöne Erinnerung und die wiegt auch nicht viel schwerer, als die Vorfreude, denn „aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben“.
Viel wichtiger ist doch, dass unsere Gesellschaft gerade zeigt, dass sie zusammenhalten kann. Im Supermarkt hat vor Kurzem eine Frau vor mir an der Kasse der Kassiererin eine „merci“- Schokoladenpackung geschenkt und ihr damit gedankt, dass sie so tapfer ihren Job weiter erledigt.
Leider werden auch einige Berufsgruppen zu Unrecht vergessen und natürlich findet man auch schwarze Schafe, die sich daneben benehmen. Trotzdem ist es grundsätzlich sehr schön zu sehen, wie viel Mitgefühl und auch Fürsorge es um uns herum noch gibt bzw. geben kann. Einige organisieren sich und gehen zum Schutz für andere Einkaufen, manche fangen an, Behelfsmasken für andere zu nähen. Wir beteiligen uns auch und das ist ein gutes Gefühl.
Wieviel jedenfalls von der Wertschätzung oder der Fürsorge nach der Krise übrig bleibt, wird sich zeigen. Unser eigener Alltag hat sich natürlich auch gewandelt seit dem Shut Down. Wir sind „entschleunigt“ und bleiben zu Hause bzw. sind viel an der frischen Luft – natürlich im Garten oder im nahen Umfeld. Die Kinder wirken ausgeglichen – hin und wieder äußern sie zwar, dass sie Freunde und Schule vermissen, aber eigentlich ist das kein sehr dominierendes Problem – wir haben ja uns! 
Daneben wächst auch zunehmend die  Unsicherheit bei der Bewegung in die Öffentlichkeit. Bei den ersten Menschen, die wir im Supermarkt haben Handschuhe tragen sehen, fingen wir an, selbst über Handschuhe nachzudenken. Die ersten Leute mit Mundschutz haben wir noch für diejenigen gehalten, die ganz bestimmt unter gravierenden Vorerkrankungen leiden. Mittlerweile nähen wir selber solche Masken (auch wenn wir sie noch nicht benutzt haben).
Jetzt – nach Ostern – warten wir gespannt auf die nächsten Schritte und wir können nicht bestreiten, dass uns bei der „angedrohten“ doch recht schnellen Rückkehr zur Normalität doch ein merkwürdiges Gefühl beschleicht, zumal die Krise ja nun noch längst nicht überstanden ist.
Andrea Kopke

Vollbremsung und Gottvertrauen

Corona - für mich im Job eine Vollbremsung.
Ich bin zuhause - habe Zeit - strukturiere meine Tage neu - spüre Dankbarkeit, dass es meinem direkten Umfeld gut geht - verbringe viel Zeit in der jetzt so energiegeladenen Natur.
Ganz tief in mir fühle ich mein Gottvertrauen - es hilft mir diese schwierige Zeit mit so vielen offenen Fragen besonnen zu bestehen.
Ich wünsche uns allen viel Energie und Sonne im Herzen.
Petra Schäfer

Für und Wieder

Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkung auf die Gesellschaft hat für mich ein Für und Wider der Gefühle und Gedanken ausgelöst.
Da bin ich zum einen sehr genervt von den Einschränkungen im Alltag, beim Einkaufen oder der Möglichkeit, Freunde und Verwandte zu treffen.
Da ist in meinem Beruf die Arbeit im Corona-Krisenstab, die 90% meiner Arbeitszeit einnimmt, die sich dadurch deutlich ausgedehnt hat.
Da ist auch der Terminkalender, der völlig auf den Kopf gestellt ist.
Da sind Stunden von Telefonkonferenzen.
Da ist die Enttäuschung über das ausgefallene Osterfeuer und den Umweltsammeltag, feste Bestandteile im Jahreskalender der Ortsfeuerwehr Bostel.
Da ist der Ärger über die umsonst geleisteten Vorbereitungen für geplante Veranstaltungen.
Da ist der beklemmende Eindruck einer Beerdigung mit nur 5 Teilnehmern.
Da ist der Überdruss über die Corona-Sondersendung nach den Corona-Nachrichten mit Corona Newsticker beim Blick über die Tageszeitung mit Coronaschlagzeilen.
Da ist die Sorge um Verwandte und Bekannte aus der Risikogruppe

Ja, da ist aber auch ein ausgedünnter Terminkalender
Ja, da ist aber auch ein ruhiges und besinnliches Osterfest bei frühlingshaften Temperaturen
Ja, da ist viel mehr Zeit für die Familie, für Spiele, für gemeinsame Abendessen, für gemeinsame Filmabende  
Ja, da ist viel mehr Zeit für Telefonate mit Verwandten und Freunden
Ja, da ist eine Bremse unserer Gesellschaft im immer weiter, immer größer, immer mehr
Ja, da sind die Grenzen der Globalisierung und der Wert der Regionalität
Ja, da ist die Bekanntschaft mit vielen neuen technischen Möglichkeiten
Ja, da ist mehr Zeit für das Joggen
Ja, da ist die Hoffnung durch die gelebte Hilfsbereitschaft in der Gesellschaft

Sven Martens 

Ostern läßt sich nicht absagen

Dass die Corona-Zeit nun unmittelbar auf die Ostertage gefallen ist, könnte erstmal nicht widersprüchlicher sein. Wo eigentlich jeder Grund gegeben ist, gemeinsam ein Fest zu feiern, herrscht nun in weiten Teilen Isolation und Einsamkeit. Auch an den Ostertagen wird das Thema Corona am ein oder anderen festlich gedeckten Mittagstisch Erwähnung gefunden haben.

Doch was konkret heißt es für uns, in einer solchen Zeit Ostern zu feiern?

Meines Empfindens nach wird das Osterfest keineswegs von der aktuellen Situation überschattet. Es mag in der traditionellen Ausübung zwar eingeschränkt worden sein, aber doch geht der Oster-Gedanke weit über diese Begrenzungen hinaus. Ostern stellt vor allem eine Perspektive in den Vordergrund wie kaum ein anderes Fest es kann: Hoffnung. Hoffnung auf eine bessere Zeit, Hoffnung auf die Rückkehr der Normalität in das alltägliche Leben.

Wenn ich nun also die eindrücklichste positive Erfahrung benennen sollte, die ich über die Oster-Tage gemacht habe, dann ist es die Beobachtung, dass gerade in dieser schweren Zeit der Oster-Gedanke als Hoffnungsbotschaft auch in einigen Personen und Teilen der Gesellschaft auflebt, von denen ich es nicht unbedingt erwartet hätte. Dieser Glaube, diese Perspektive stimmt auch mich zuversichtlich.

Das Osterfest war schon immer ein Ausdruck der Hoffnung. Dem wird nicht nur auch, sondern vor allem in schweren Zeiten besonderer Ausdruck verliehen. Das gilt für die aktuelle Zeit, die wohl niemand in dieser Form hat kommen sehen, genauso wie für alle Hürden, die uns – ob als Gemeinde oder als Einzelperson – noch bevorstehen.

Vincent Schäfer

Neue Wege aufeinander zu

ich bin Schülerin und habe nun ja unterrichtsfreie Zeit. Das bedeutet zwar nicht, dass ich keine Schule hätte, denn meine Lehrer versorgen mich ganz reichlich mit Aufgaben. Aber dadurch, dass Hobbys wegfallen und man sich nicht mit Freunden treffen kann, habe ich doch viel freie Zeit gewonnen. Das ist soweit das Gute an Corona. Ich komme aus meiner vollgepackten Woche raus und habe Zeit für neue Projekte. Mein neues Projekt ist Kirche für Kinder im Internet. Ich habe angefangen, eine Instagram Seite über die Arbeit in unserer Kirche zu gestalten ( Instagram: uebermarkusgarssen ). Da freue ich mich auch über weitere Anregungen.

Außerdem verbringe ich jetzt viel Zeit zum Teil gemeinsam mit meinen Geschwistern mit dem  Drehen und Schneiden von Videos. Das ist relativ neu für mich. Unsere Videos findet man auch auf der Internetseite der Kirche. Sie handeln von Geschichten aus der Bibel und stellen Bastelaktionen vor. Die Produktion eines Videos ist sehr zeitaufwändig aber mach mir ziemlich viel Spaß.

Hier möchte ich mich von ganzem Herzen für das überraschende und großartige Video von den Teamern zu meinem 18. Geburtstag, die Fahne am Bosteler Kreisel und die vielen anderen lieben und kreativen Ideen, die mir eine große Freude bereitet haben, bedanken. Ihr habt diesen Tag zu einem sehr schönen für mich gemacht, obwohl ich ziemlich traurig darüber war, dass ich meine Party mit Freunden und meiner Familie absagen musste.

Vielleicht zeigt uns diese Zeit, dass wir uns es entweder einfach machen können und das Kontaktverbot als gelegene Ausrede nehmen können, wenn wir jemanden nicht mehr sehen wollen, oder wir nehmen diese Zeit als Chance dafür, dass wir einander auf kreative Art zeigen können, dass wir aneinander denken.

Ich finde zwar die Idee schön und auch wichtig, Grüße zu den Gottesdiensten als Videobotschaften zu verschicken. Aber mir fehlen das Miteinander und die Gemeinschaft sehr.

Nun denn so hoffe ich, dass ich Sie und euch bald und gesund wiedersehe. Sucht bis dahin kreative Wege, um den Kontakt mit  lieben Menschen zu halten.

Wiebke Martens

 

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